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Für Einsätze mit Atemschutz gerüstet
21 Feuerwehrkameraden absolvieren Lehrgang – Belastungsübung – Neues Einsatzfahrzeug kommt im August
ENGELMANNSREUTH
Von Frauke Engelbrecht
Insgesamt 58 Kommunen im Landkreis halten in ihren Feuerwehren Atemschutz vor. Auch die Gemeinde Prebitz, bislang die einzige, die nicht dazugehörte, hat aufgeholt und kann mit einem neuen Einsatzfahrzeug, einem 240 000 Euro teuren LF10/6, das im August ausgeliefert werden soll, entsprechende Einsätze übernehmen.
Um perfekt einsatzbereit zu sein, fand in den vergangenen Wochen bei der Feuerwehr Engelmannsreuth ein Atemschutzlehrgang statt, an dem 13 Kameraden aus Engelmannsreuth, je zwei aus Pottenstein, Kichenlaibach und Gefrees sowie je einer aus Weidenberg und Streitau teilnahmen.
In gut 24 Stunden ging es im theoretischen Bereich um Sicherheitsbelehrungen, den Umgang mit den Geräten, das Einschätzen der Gefahrensituation und das Verhalten beim Innenangriff.
Der praktische Teil bestand aus einer Gewöhnungsübung mit der Ausrüstung, einer Belastungsübung, einer Einsatzübung in der ehemaligen Suspa in Creußen und einem Besuch der Atemschutzstrecke in Bayreuth.
Durchgeführt wurde der Lehrgang vom Ausbilder des Landkreises, Ewald Berneth, den Kreisbrandmeistern Uwe Jacobs und Ralf Riedel. Auch die Feuerwehr Creußen mit ihrem zweiten Kommandanten Mario Tauber unterstützte den Lehrgang.
Seine Anerkennung für das Engagement der Kameraden sprach der Prebitzer Bürgermeister Hans Freiberger bei der Abschlussveranstaltung aus. Mit dem Absolvieren des Lehrgangs sei die Wehr gut für das neue Einsatzfahrzeug gerüstet. „Die Gemeinde Prebitz und auch die umliegenden Kommunen können von der Ausbildung profitieren“, sagte er, denn nun müsse man bei entsprechenden Einsätzen nicht mehr auf andere Wehren warten. Gleichzeitig lobte er die Feuerwehrleute für ihren Dienst am Nächsten, der in Zeiten einer wachsenden Ellenbogengesellschaft nicht selbstverständlich ist.
„Es war ein starker Lehrgang“, bestätigte auch Ausbilder Berneth und gab zu bedenken, dass sich wohl nicht jeder am Anfang bewusst war, was auf ihn zukommen werde. Er appellierte an die Kameraden, bei den Einsätzen immer Hand in Hand zu arbeiten und regelmäßig den Umgang mit der Atemschutzausrüstung zu üben.
Quantensprung
Als einen Quantensprung bezeichnete Kreisbrandmeister Uwe Jacobs die Durchführung des Lehrgangs in der Gemeinde. „Beim vorherigen Bürgermeister hätte es diese Veranstaltung nicht gegeben“, so Jacobs. Abschließend mahnte er: „Die Angst gehört beim Einsatz dazu, sonst wird es Routine und das ist gefährlich.“
NBK Pegnitz vom Mittwoch, 6. April 2011, Seite 46 (3 Views)
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